Sanierung der Kesselzentrale
von den Diakonischen Heimen in Kästorf

Kesselanlage jetzt
Kesselanlage jetzt Nahe Gifhorn, am südlichen Rand der Lüneburger Heide, sind die "Diakonischen Heime" in Kästorf angesiedelt. Viele der verstreut errichteten Gebäude mit Heimen, Betrieben, werden durch eine mordernisierte neue Kesselanlage mit eigenem freistehenden Kesselhaus beheizt. Die Mordernisierung war vor allem aufgrund maroder und energiefressender Altanlagen notwendig geworden. Dieser Objektbericht gibt Aufschluß über die neue Wärmeerzeugungsanlage und deren Besonderheiten.
Neben einzelnen, dezentral angeordneten Heizkesseln versorgen zwei Buderus-Stahlheizkessel, S 805 mit einer Leistung von insgesamt 3,6 MW die Gebäude mit Wärme. Zur Erhöhung der Leistung eines der beiden Kessel wurde zusätzlich ein Abgaswärmetauscher in dessen Abgasstrom gesetzt, um diese Energie für das Heizsystem zu nutzen.

Kessel vorher Kesselanlage vorher Kessel vorher

Die zwei Stahlheizkessel mit ihren Leistungen von 2,0 und 1,6 MW wurden derart abgesichert, daß die Vorlauftemperatur nicht höher als bis 100 °C ansteigen kann. Hierdurch wurde vermieden, daß hinter jedem Sicherheitsventil ein Entspannungstopf mit Ausblaseleitung und Wasserabfluß gesetzt werden mußte, was Investitions- und Installationskosten spart. Statt dessen mußten nach DIN 4751 Teil 2 zwei Sicherheitstemperaturbegrenzer und zwei Maximaldruckbegrenzer jedem Heizkessel zugeschaltet werden. Um jeden Heizkessel vor Kondenswasserbildung zu schützen, wurden Bypässe zwischen Vor- und Rücklauf zur Rücklauftemperaturanhebung eingebaut. Um einen unabhängigen Betrieb zwischen Kesselkreis und Heizkreisen zu bewirken, wurde zusätzlich eine Hydraulische Weiche zwischengeschaltet. Der Einbau einer neuen Heizanlage war notwendig geworden, da zum einen die Rohrleitungen zu den Heizkreisen verschlissen waren, zum Teil waren sie sogar undicht. Durch diese Undichtigkeiten wurde ständig Wasser nachgespeist, was bei Frischwasser und hohen Kesseltemperaturen zur Folge hatte, daß die vorhandenen Kessel sich im Laufe der Jahre durch Kesselstein zugesetzt haben. Andererseits arbeiteten die veralteten und mit weit über der doppelten Heizleistung dimensionierten Heizkessel völlig unwirtschaftlich. Mit der Umstellung auf den Brennstoff Gas - die Heizkessel haben jetzt Gasgebläsebrenner - sah man den ersten Erfolg, denn der Platz für die Öllagerbehälter wurde dringend anderweitig gebraucht. Aufgrund des energiesparenden Betriebes konnten trotz des langanhaltenden Winters 1995/1996 umgerechnet etwa 300.000 m³ Gas eingespart werden. Dies auch nicht zuletzt dadurch, daß die Heizwassertemperaturen jetzt außentemperaturabhängig mit wesentlich niedrigerem Niveau gefahren werden; die alte Anlage lief Sommer wie Winter konstant mit 130 °C Vorlauftemperatur. Durch die Reduzierung der Heizleistung von früher 8,5 MW auf jetzt 3,6 MW ergab sich ferner eine Einsparung im Leistungspreis bei der Gasabrechnung von 23,00 DM pro kW und Jahr. Hochgerechnet konnten dadurch jährlich 112.700,00 DM gespart werden. Abschließend sei bemerkt, daß die Umstellung der gesamten Heizzentrale ohne Betriebsunterbrechnung erfolgte. Für die wesentlichen Umschlußarbeiten wurden lediglich fünf Stunden benötigt. Ein Nebenerfolg konnte zusätzlich verbucht werden, da mit der jetzt flächenmäßig kleineren Anlage etwa 125 m² Platz gewonnen und der Fertigungsfläche zugeschlagen wurde.

Verteiler vorher:

Verteiler vorher

Verteiler nachher:

Verteiler nachher

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